Windalarm – User-Guide für Wingfoiler

So liest du Karte, Liste, Alarmfarben, Tages-Max, Wetter und Notifications – in wenigen Minuten.

1. Schnellstart in 30 Sekunden

Windalarm zeigt vor allem gemessenen Wind – nicht nur eine Vorhersage. Für den schnellen Check reichen meist vier Schritte:

① Karte öffnenReviere mit gelber, oranger oder roter Titelzeile fallen sofort auf.
② Richtung prüfenPasst die Windrichtung zum Revier und zu deinem geplanten Spot?
③ Ø & Böe ansehenØ Wind zeigt die Basis, Max. Böe zeigt Spitzen.
④ Verlauf öffnenBei Interesse Revier anklicken und den zeitlichen Verlauf prüfen.
Merke: Die farbige Kopfzeile eines Reviers zeigt die aktuelle Alarmstufe. Der kleine runde Punkt rechts zeigt das Tages-Maximum.

Tipp: Untersuche als Erstes dein eigenes Revier in der Karten- und Listenansicht, überprüfe, ob Spots, Webcams, Wind mit deiner Erfahrung zusammen passen. Daraus kannst du schließen, wie gut die Abdeckung der Information für jeweils andere Reviere ist.

2. Die Kartenansicht

Die Karte ist der schnellste Einstieg. Du siehst sofort, wo Wind gemessen wird und welche Reviere aktuell eine Alarmstufe erreicht haben. Die Legende startet eingeklappt und lässt sich über „Legende“ öffnen.

Windalarm Kartenübersicht mit Revier-Kästchen
Screenshot fehlt: guide_karte.png
Kartenübersicht: Die farbigen Revier-Kästchen zeigen aktuelle Messwerte und Alarmstufen. Messwerte (Richtung, Durchschnittsind, Böenwert wird aktuell (so gut es die Station ermöglicht) dargestellt. Überschreitet ein Wert aktuell eines der Limits, wird der Wert farbig. Kriterien für einen Windalarm sind jedoch zeitbezogen, wie "über 12 Minuten". Daher wird er Alarm in der Titelzeile später angezeigt und länger aufrecht erhalten, auch wenn aktuelle Werte nach oben oder unten abweichen.

Fährt man mit der Maus über die Titelzeile, bekommt man zusätzliche Infos zur Windstation, aktuellem Wetter und dem Tagesbestwert in kleinen Infoboxen.

Das kleine runde Fleckchen rechts im Titel zeigt, welcher Tagesbestwert (Alarm) heute schon für wie lange erreicht war. Mit dem Mauszeiger darüber fahren, teilt mit, wann das nach welchem Kriterium war.

Ein Klick auf ein Revier öffnet die Detailansicht.

Tipp: Nutze die Karte zuerst zum schnellen Scan. Danach öffnest du nur die Reviere, die für deine Windrichtung und deinen Spot interessant sind.

3. Geöffnetes Revier: Messwerte und Verlauf

Wenn du ein Revier auf der Karte anklickst, öffnet sich die Detailansicht mit den aktuellen Messwerten und der Messwerte-Grafik. So erkennst du besser, ob der Wind stabil ist, zunimmt oder nur kurz aufgefrischt hat.

Geöffnetes Windalarm-Revier mit Messwerten und Verlaufsgrafik
Screenshot fehlt: guide_revier_popup.png
Geöffnetes Revier: Aktuelle Werte, Alarmstatus und zeitlicher Verlauf auf einen Blick.
Messwerte-Grafik
Zeigt den Verlauf und hilft, kurze Spitzen von länger anhaltendem Wind zu unterscheiden.
Liste als Vergleichsansicht
In der Listenansicht kannst du mehrere Reviere gleichzeitig geöffnet sehen – jeweils mit Messwerte-Grafik. Das ist ideal zum direkten Vergleich.
Spots & Webcams
Wo vorhanden, führen Links direkt zu passenden Spots und Webcams für einen schnellen Vor-Ort-Check.
Revierinfos
Zusätzliche Links liefern weitere Informationen zum Revier und helfen bei der Einordnung der Messwerte.

Hover bedeutet: den Mauszeiger über ein Element bewegen, ohne zu klicken. So erhältst du bei Alarmanzeige und Tages-Max zusätzliche Detailinformationen.

4. Alarmfarben verstehen

Die Farben sind keine allgemeine Aussage „fahrbar / nicht fahrbar“, sondern feste Windalarm-Kriterien. Material, Können, Revier, Temperatur, Wellen und persönliche Sicherheitsmarge bleiben deine Entscheidung.

🟢 Grün
Böe ≥ 11 kn sofort.
Erste erkennbare Windstufe – besonders interessant für Leichtwind-Setups.
🟡 Gelb
Böe ≥ 13 kn bei mindestens 50 % der vorhandenen Messwerte der letzten 12 Minuten
oder einzelne Böe ≥ 15 kn sofort.
🟠 Orange
Ø Wind ≥ 13 kn für 10 Minuten
oder Ø Wind ≥ 16 kn sofort
oder Böe ≥ 18 kn sofort.
🔴 Rot
Ø Wind ≥ 16 kn für 10 Minuten.
Stärkerer und über eine gewisse Zeit bestätigter Wind.
Alarm-Nachhaltezeit: 30 Minuten nach dem letzten Treffer bleibt die Alarmstufe noch aktiv. Meldesperrzeit: Nach einer Rücknahme werden 90 Minuten lang keine neuen Notifications derselben oder einer niedrigeren Stufe ausgegeben; eine höhere Stufe darf die Sperre durchbrechen.

5. Was bedeutet der Tages-Max-Punkt?

Der kleine runde Punkt rechts in der Titelzeile beantwortet die Frage: „Wie stark war der höchste Alarm heute schon?“

Heute: Grün Gelb Orange Rot

Beispiel: 2,4h = höchste heutige Stufe Orange; das maßgebliche Ereignis dauerte 2,4 Stunden.

Am Desktop zeigt der Hover über den Punkt das konkrete Kriterium und die Uhrzeit, z. B. „13:30 Uhr: Ø Wind ≥ 13 kn für 10 Minuten“.

6. Wetter-Symbole

☀100 % Sonne
⛅50 % Sonne
☁0 % Sonne
🌧Regen aktuell

Wenn aktuelle Wetterdaten fehlen, die Station diese Werte nicht unterstützt oder die Sonne am Revier niedriger als 5° über dem Horizont steht, wird kein Wettersymbol angezeigt. Das vermeidet eine falsche Wolkeninterpretation bei Nacht oder Dämmerung.

7. Listenansicht und weitere Seiten

Die Listenansicht ist besonders praktisch, wenn du mehrere Reviere direkt miteinander vergleichen möchtest. Du kannst mehrere Reviere gleichzeitig öffnen und ihre Messwerte-Grafiken untereinander betrachten.

Windalarm Listenansicht mit mehreren Revieren
Screenshot fehlt: guide_liste.png
Listenansicht: Reviere direkt vergleichen, Details aufklappen und mehrere Verläufe gleichzeitig betrachten.

8. Kurze Auswertung: Was sagen mir die Daten?

Für eine schnelle Einschätzung solltest du nicht nur auf einen einzelnen Wert schauen, sondern vier Dinge zusammen betrachten:

① Aktueller WindØ Wind und Böe zeigen, was die Station jetzt misst.
② VerlaufDie Grafik zeigt, ob der Wind stabil, zunehmend, abnehmend oder nur kurz böig ist.
③ AlarmgrundDer Hover zeigt, welches konkrete Kriterium die aktuelle Alarmstufe ausgelöst hat.
④ Tages-MaxDer farbige Punkt zeigt, welche höchste Alarmstufe heute bereits erreicht wurde und wie lange das maßgebliche Ereignis dauerte.

Für den Spot-Vergleich: Öffne in der Listenansicht mehrere interessante Reviere gleichzeitig. So kannst du Richtung, Ø Wind, Böen und Verlauf direkt gegeneinander halten.

Wichtig: Eine Messstation beschreibt immer nur ihren Standort. Für die Entscheidung am Wasser gehören deshalb Webcam, Revierinfo, lokale Effekte und die eigene Beobachtung dazu.

9. Mein praktischer Ablauf am See

1Karte scannenWelche Reviere sind aktuell gelb, orange oder rot?
2Richtung prüfenPasst die Richtung zum gewünschten Revier und Startplatz?
3Verlauf prüfenIst der Wind stabil, zunehmend oder nur eine einzelne Böe?
4Vor Ort entscheidenEigene Beobachtung, Material, Können und Sicherheitsbedingungen einbeziehen.
Wichtig: Windmessungen sind punktuelle Messungen an einer Station. Am Wasser können lokale Effekte, Abschattung, Thermik, Gelände und Böigkeit deutlich anders sein. Windalarm ist eine Entscheidungshilfe, keine Sicherheitsfreigabe.